Häufige Fragen zum Herzalter-Test

Der Herzalter-Test beruht auf den Daten der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen. In diesen Daten und den Algorithmen sind nur die beiden Geschlechter „männlich“ und „weiblich“ berücksichtigt worden. Da das Geschlecht ein wichtiger Bestandteil der Algorithmen ist, ist es uns leider nicht möglich, im Herzalter-Test ein drittes Geschlecht zur Auswahl zu stellen. Daher kannst Du im Herzaltertest nur zwischen „männlich“ oder „weiblich“ wählen.

Wie Du sicher schon gelesen hast, beruht der Herzalter-Test auf den Ergebnissen der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen. Da der systolische Blutdruck als ein unabhängiger Risikofaktor für den Herzinfarkt gilt und entsprechend in den Algorithmen verankert ist, muss dieser Wert zur Berechnung des Herzalters angegeben werden. Eine Berechnung des Herzalters ohne Angabe des systolischen Blutdrucks ist nicht möglich. Wenn Du deinen systolischen Blutdruck nicht kennst, kannst du diesen allerdings meist unkompliziert und schnell beim Apotheker oder bei deinem nächsten Arztbesuch messen lassen. Es gibt auch die Möglichkeit, den Blutdruck selbst mithilfe von Blutdruckmessgeräten oder Apps zu messen. Sei dir allerdings darüber im Klaren, dass eine Blutdruckmessung nach vorgegebenen Standards ablaufen muss, damit sie ein verlässliches Ergebnis liefert. Mit diesen solltest du dich vertraut machen, bevor du eine Blutdruckmessung selbst durchführst.

Als Raucher gilt im PROCAM-Kontext jede Person, die regelmäßig raucht – auch wenn es nur eine Zigarette pro Woche ist. Das kommt statistisch gesehen allerdings fast nie vor. Raucht jemand unregelmäßig nur alle paar Wochen, gilt er im Umkehrschluss als Nichtraucher. Auch gilt als Nichtraucher, wer seit mindestens einem Jahr nicht mehr raucht.

Die Anzahl täglich gerauchter Zigaretten verbessert die Risikoaussage des Herzalter-Tests nicht. Das ist auf unterschiedliche statistische Gegebenheiten zurückzuführen.

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine errechnete Maßzahl, um das Körpergewicht (kg) im Verhältnis zur Körpergröße (m) zu bewerten. Mehr Informationen zu den Grenzwerten und der genauen Formel des BMI findest Du auf unserer Stiftungswebsite. Zur ersten Einschätzung des Körpergewichts gilt der BMI nach wie vor als einfache und praktikable Maßzahl. Allerdings berücksichtigt der BMI das gesamte Körpergewicht. Es wird nicht unterschieden, welchen Anteil Muskel- und Fettzellen daran haben.

Das ist problematisch, wenn man zum Beispiel das Gewicht von Sportlern mit einer hohen Muskelmasse beurteilen möchte. Weil Muskelzellen relativ schwer sind, haben viele Sportler insbesondere im Kraftsport ein hohes Körpergewicht. Dem BMI nach gelten sie daher als übergewichtig oder gar adipös, obwohl sie kaum Fettmasse haben. Eine übermäßige Körperfettansammlung, wie Übergewicht definiert wird, kann also mithilfe des BMI nicht eindeutig bestimmt werden.

Der Herzalter-Test basiert auf der PROCAM-Studie, einer der weltweit größten prospektiven Beobachtungsstudien mit Schwerpunkt auf Herz- und Gefäßerkrankungen. Im Rahmen der Studie wurden neun Risikofaktoren für einen Herzinfarkt identifiziert Sie beeinflussen das Herzinfarktrisiko unabhängig voneinander und werden im Herzalter-Test abgefragt. Die auf Basis der Studienergebnisse entwickelten Algorithmen und die zugrunde liegende Statistik erlauben nur eine Bestimmung der Herzalters mit den Risikoparametern in bestimmten Wertebereichen.

Wenn Dein Wert außerhalb des entsprechenden Bereiches liegt, kann Dein Herzalter leider nicht abgeschätzt werden. Wenn Du trotzdem mehr über Deine Herzgesundheit wissen möchtest, wende Dich bitte an Deinen Hausarzt.

Der Herzalter-Test basiert auf der PROCAM-Studie, einer der weltweit größten prospektiven Beobachtungsstudien mit Schwerpunkt auf Herz- und Gefäßerkrankungen. Die sportliche Aktivität wurde in der Studie nicht abgefragt und wird somit als separater Parameter zur Berechnung des Herzalters nicht herangezogen.

Allerdings wirkt sich der Lebensstil eines Menschen, also beispielsweise die Ernährung oder das Bewegungspensum, indirekt auf die abgefragten Laborparameter aus. Ein Beispiel: Ernährt sich eine Person dauerhaft ungesund und einseitig, führt dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem übermäßigen Gewicht, Bluthochdruck oder ungünstigen Blutfettwerten. Die Verschlechterung der Risikofaktoren hat dann negative Auswirkungen auf die Herzgesundheit. Also wirkt sich der Lebensstil nicht direkt auf die Herzgesundheit aus, sondern indirekt auf die Risikofaktoren. Eine Abfrage der Risikofaktoren ist somit genauer und unterliegt keinen Schwankungen durch eine mögliche Fehleinschätzung der eigenen Ernährungs- und Sportgewohnheiten.

Wenn Dich das Thema Sport und ein gesunder Lebensstil interessiert, findest Du auf unserer Website mehr Informationen dazu. Lies‘ außerdem unseren wissenschaftlichen Hintergrund, wenn Du mehr über die PROCAM-Studie erfahren möchtest.

Zuerst mal vorweg: Der Herzalter-Test ist anonym und die Angabe Deiner Postleitzahl erfolgt freiwillig. Dadurch können wir keine Angaben auf Deine Person zurückführen. Wir nutzen die Angabe der Postleitzahl, um alle Testergebnisse auf einer deutschlandweiten Herzkarte darzustellen. Anhand dieser „Herzkarte“ wird visualisiert, wie hoch das Herzalter der Teilnehmer an verschiedenen Orten in Deutschland ist. Unsere Herzkarte findest Du hier.

Häufige Fragen zum Ergebnis

Das Herzalter gibt auf Grundlage der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass Du in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt erleidest. Allerdings ist das Herzalter bei Personen unter 35 Jahren in der Regel sehr niedrig und das Herzinfarktrisiko wird in der Regel als ebenso gering angegeben. Trotzdem solltest Du wissen, dass ein ungesunder Lebensstil und bereits nachweisbare Risikofaktoren mit zunehmendem Alter das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich erhöhen können. So haben Menschen über 65 Jahren häufig allein aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Auch ein niedrig geschätztes Risiko solltest Du daher nicht als Garantie auffassen, dass Du davor geschützt bist, einen Herzinfarkt zu erleiden. Wenn Du einen gesunden Lebensstil verfolgst, also beispielsweise nicht rauchst, Dich regelmäßig ausreichend bewegst und Dich gesund ernährst, bildet dies die Eckpfeiler der Vorsorge eines Herzinfarkts. Sind bei Dir schon einer oder mehrere der Risikofaktoren erhöht, solltest du dies ärztlich prüfen und behandeln lassen.

Der Herzalter-Test basiert auf der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen. Sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen, kann es sein, dass Rauchen Dein Herzalter nicht über Dein tatsächliches Alter ansteigen lässt. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass Du bedenkenlos rauchen kannst. Rauchen erhöht neben dem Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen auch das Schlaganfallrisiko und verdoppelt das Risiko an Krebs zu sterben[1]. Rauchen ist also für Deinen gesamten Organismus ein unnötiger Stressfaktor. Wer nie geraucht hat, sollte daher auch nicht damit anfangen. Derzeitige Raucher, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen, finden hier Tipps zur Rauchentwöhnung.

[1] www.assmann-stiftung.de/rauchen

Der Herzalter-Test basiert auf der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen. Sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen, kann es sein, dass ein erhöhter Blutdruck Dein Herzalter nicht über Dein tatsächliches Alter ansteigen lässt. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass ein erhöhter systolischer Blutdruck keine negativen Auswirkungen auf Dein Herz hätte. Je höher Dein Blutdruck ist, desto höher ist das Risiko, dass Herzinfarkt, Herzversagen, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen auftreten. Jede Erhöhung des systolischen Blutdrucks um 20 mmHg verdoppelt das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen[1]. Daher solltest du trotz Deiner guten Ausgangslage auf einen herzgesunden Lebensstil achten, um Dein junges Herzalter zu erhalten. Mehr rund um das Thema Bluthochdruck findest Du hier.

[1] Handbuch Prävention der koronaren Herzkrankheit

Der Herzalter-Test basiert auf der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen. Sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen, kann es sein, dass ein Diabetes mellitus Dein Herzalter nicht über Dein tatsächliches Alter ansteigen lässt. Das bedeutet allerdings auf keinen Fall, dass ein Diabetes mellitus sich nicht negativ auf Deine Herz- und gesamte Gesundheit auswirkt. Ein Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, die neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch zu Erblindung, Nierenversagen, dem Verlust von Gliedmaßen und schlussendlich zu einem vorzeitigen Tod führen kann. Achte daher insbesondere auf eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung, um deinen Stoffwechsel fit zu halten. Für übergewichtige Personen ist eine Gewichtsreduktion die wichtigste Maßnahme zur Verbesserung des Stoffwechsels und der Prävention eines Diabetes mellitus Typ 2. Mehr zu Diabetes mellitus findest du hier.

Der Herzalter-Test basiert auf der PROCAM-Studie und den daraus entwickelten Algorithmen. Sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen, kann es sein, dass Übergewicht Dein Herzalter nicht über Dein tatsächliches Alter ansteigen lässt. Übergewicht wirkt sich allerdings negativ auf das Herz-Kreislauf-System, die Atmung und den Bewegungsapparat aus und gilt als Hauptrisikofaktor für zahlreiche chronische Erkrankungen wie Diabetes und Krebs. Daher sollte es Dein Ziel sein, auch langfristig Dein Normalgewicht zu halten. Dazu ist es hilfreich, wenn Du eine gesunde Ernährung verfolgst und Dich regelmäßig und ausreichend bewegst.

Deine Frage konnte nicht beantwortet werden? Schicke uns eine Nachricht!

Dein Name (Pflichtfeld)

Deine Email-Adresse (Pflichtfeld)

Deine Nachricht