Herzgesundheit auf vier Pfoten

Bewegung, Lifestyle27. November 2019

Sie folgen gehorsam zu Erledigungen in die Stadt, begleiten den Wochenendbummel, motivieren Herrchen oder Frauchen zu einem ausgedehnten Spaziergang im Wald, fahren mit in den Urlaub und am besten auch täglich zur Arbeit: Hunde leben in jedem zehnten deutschen Haushalt [1]. Das zweitliebste Haustier der Deutschen [2] ist über Jahrtausende durch Domestizierung zu dem geworden, was es heute ist: Der beste Freund des Menschen, weitgehend angepasst an ein Leben in Häusern und Städten.

Zum Leidwesen vieler Hundehalter braucht der vierbeinige Freund trotzdem eins: regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Das tut nicht nur Hund, sondern auch Herrchen und Frauchen gut: So erhöhen regelmäßige Hundespaziergänge die tägliche Bewegung signifikant [3].

Und der Hund kann noch mehr in Sachen menschliche (Herz-)Gesundheit:

  • Hundehaltung wird mit einem um bis zu 25 % verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht [4,5].
  • In mehreren wissenschaftlichen Arbeiten konnte ein Zusammenhang zwischen dem Halten von Hunden und einem um bis zu 24 % geringeren allgemeinen Sterberisiko sowie einem um bis zu 31 % verringerten Sterberisiko durch kardiovaskuläre Erkrankungen bestätigt werden [4,6].
  • Der Besitz eines Hundes bei Personen, die schon einmal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, ist sogar mit einem verringerten Sterberisiko von bis zu 65 % assoziiert [6].

Besonders gut scheint der Hund als Überlebensgarant für Menschen zu funktionieren, die alleine leben [6,7]. Forscher vermuten, dass sich alleinlebende Menschen mit Hund weniger einsam fühlen und eine gesündere Psyche haben. Durch ihre Fellnase als Mitbewohner fühlen sie sich gebraucht, gehen regelmäßig an die frische Luft und bleiben länger fit.

Also: Wenn Dich Dein Hund das nächste Mal bei Regen nach draußen zwingt, obwohl Du lieber auf dem Sofa bleiben würdest, denke immer daran: Hund macht gesund. Vor dem Spaziergang ist nach dem Spaziergang und das kuschlige Sofa ist nach einem kleinen Marsch durch den Regen gleich doppelt so gemütlich!


Quellen:

[1] C. Habig, B. Flaig (2005): Soziografie und Psychografie der deutschen Hundehalter. Sinus Sociovision. Heidelberg. Online unter https://www.vdh.de/fileadmin/media/presse/daten/cs_Hundehalter_bericht.pdf

[2] Das beliebteste Haustier der Deutschen ist… In: Hannoversche Allgemeine, 2016. Online unter https://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Was-ist-das-beliebteste-Haustier-der-Deutschen

[3] M.J. Reeves et al. (2011): The Impact of Dog Walking on Leisure-Time Physical Activity: Results From a Population-Based Survey of Michigan Adults. In: Journal of Physical Activity and Health, Vol. 8, S. 436-44.

[4] M. Mubanga et al. (2017): Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study. In: Nature, Vol. 7, Nr. 15821.

[5] G.N. Levine et al. (2013): Pet Ownership and Cardiovascular Risk. A Scientific Statement From the American Heart Association. In: Circulation, Vol. 127, S. 2353-63.

[6] C.K. Kramer et al. (2019): Dog Ownership and Survival. A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Circulation. Online-Vorveröffentlichung.

[7] M. Mubanga et al. (2019): Dog Ownership and Survival After a Major Cardiovascular Event. A Register-Based Prospective Study. In: Circulation. Online-Vorveröffentlichung.